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Gesundheits-Lexikon

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A

 

Acerolakirsche

Die Acerolakirsche verdient ein besonderes Interesse wegen des ungewöhnlich hohen Gehaltes an Vitamin C. Es handelt sich, neben Camu-Camu um die Vitamin C-reichste aller bekannten Früchte (bis zu 3.000 Milligramm pro 100 Gramm Fruchtfleisch). Außerdem enthält die Acerola Vitamin B6, Provitamin A, sowie Eisen, Kalzium, Magnesium, Thiamin, Riboflavin und Niacin. Aufgrund ihrer Empfindlichkeit kommt sie in Ländern außerhalb Südamerikas meist nur als Saft in den Handel.

 

Agave

Die verschiedenen Agavenarten gehören noch heute zu den wichtigsten Heilpflanzen in der mexikanischen Volksmedizin. Der Saft der Agave enthält einen großen Anteil Saponine, die einen positiven Einfluß auf den Cholesterinspiegel ausüben. Auch enthält der Agavensaft Papain. Dieses Enzym wird bei der Aufspaltung von Eiweiß wirksam. Aus dem Pflanzensaft verschiedener Agavenarten (ca. 17 verschiedene Arten) gewinnen die Mexikaner ihr Nationalgetränk, das Pulque. Wenn die Blütenstände gebildet werden, werden diese schon im knospigen Zustand abgeschnitten und im „Herzen“ der Agave tritt dann Pflanzensaft aus. Außerdem ist der Agavendicksaft beliebt als Alternative zum Zucker, der auch für Diabetiker geeignet ist, da er viel Fructose enthält.

 

Apfel

Der Apfel hat einen hohen Gehalt an Fruchtsäuren und Fruchtzucker. Bis zu 30% besteht ein Apfel aus Faser- und Ballaststoffen. Es sind die reinsten Pektinbomben (Ballaststoff)! Diese Inhaltsstoffe üben eine anregende Funktion auf den gesamten Verdauungsapparat aus und fördern einen ausgeglichenen Cholesterinspiegel. Ein weiterer positiver Effekt von Ballaststoffen ist, daß sie in der Lage sind, Schwermetalle zu binden. Die Engländer sagen “an apple a day keeps the doctor away“ – ein Apfel am Tag hält dir den Arzt vom Hals.

 

Arganöl

Der Extrakt aus dem Samen der Arganie hat sich zum Star unter den Naturprodukten entwickelt. Und das wohl auch zurecht, denn Arganöl ist ein einzigartiges Konzentrat aus gesundheitsfördernden Stoffen.

Seinen Ruf, das flüssige Gold Marokkos zu sein, verdankt Arganöl nicht nur seiner goldenen Farbe. Die Tatsache, dass die Arganie nur noch im Südwesten Marokkos zu finden ist, macht es so kostbar wie Gold. Einst bedeckte der Eisenholzbaum weite Teile Nordafrikas und Südeuropas. Aufgrund der klimatischen Abkühlung während des Tertiärs ging die Verbreitung zurück. Heute gibt es nur noch 20 Millionen Exemplare im Süden Marokkos, genauer gesagt im Tal des Sous im Norden der Westsahara. Um den Bestand zu sichern, wurde die gesamte Region 1998 von der UNESCO zum Biosphärenreservat erklärt. Und so ist es nicht verwunderlich, daß ein Liter hochwertigen Arganöls bis zu 150 Euro kosten können.

Nur jedes zweite Jahr trägt die Arganie Früchte, die aussehen wie gelbe Pflaumen. Sie lassen sich nicht im herkömmlichen Sinne ernten. Der Baum kann nicht mit Maschinen geschüttelt werden, und die spitzen Dornen, die ihn tausendfach bevölkern, lassen eine Handlese nicht zu. Man muß warten, bis sich die Früchte von selber lösen und zu Boden fallen.

Die Ölgewinnung ist in Marokko traditionsgemäß reine Frauensache. Nach der Lese werden die extrem harten Schalen mit Steinen zerschlagen, an der Luft getrocknet, auf offenem Feuer mild geröstet und anschließend in einer Steinmühle per Hand zermahlen. Der daraus entstandene Brei wird mit lauwarmem Wasser zu einer Paste vermischt, woraus das Öl gewonnen wird.

Arganöl, das "flüssige Gold Marokkos". Durch die besondere Zusammensetzung des Arganöls und seine außergewöhnlich hohe Konzentration verschiedener ungesättigter Fettsäuren, ist es nicht nur als Speiseöl einmalig, sondern auch ein bedeutendes Nahrungsergänzungsmittel.

 


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